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Der Antrieb von morgen 2021

Termin steht noch nicht fest – Deutschland

Kooperationspartner

Antrieb von morgen 2020


14. Internationale MTZ-Fachtagung Zukunftsantrieb

 22. und 23. Januar 2020 – Hanau, Deutschland

Den weltweiten Antriebsmix finden


Schwerpunktthemen

ELEKTRIFIZIERTE ANTRIEBE
Hybride Antriebe im Wandel

VERBRENNUNGSMOTOREN
Im Team mit Elektromotoren
in veränderter Rolle

ENERGIESPEICHER
Traktionsbatterien und
CO2-neutrale Kraftstoffe


Keynote-Vorträge

Dr. Jochen Schröder
Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Dr. Christoph Danzer
IAV GmbH

Prof. Dr. Thomas Garbe
Volkswagen AG

Prof. Dr. Ferit çükay, 
TU Braunschweig


Podiumsdiskussion

Wie beherrschen wir die künftige Vielfalt von Antrieben und Kraftstoffen bei Entwicklung, Produktion und Vermarktung?

Prof. Dr. Thomas Garbe
Volkswagen AG

Prof. Dr. Peter Gutzmer 
FVV Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e.V.

Jürgen Jablonski
Audi AG​​​​​​​

Prof. Dr. Stefan Pischinger 
FEV Group GmbH​​​​​​​

Dr. Jochen Schröder 
Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Veranstaltungsprogramm 2020 zum Download

Autor: Sven Eisenkrämer, Axel Mörer

Bericht von der 14. Internationale MTZ-Fachtagung Zukunftsantriebe "Der Antrieb von Morgen"


Gutzmer: "Deutschland muss endlich massiv in die Produktion von E-Fuels einsteigen!"

Die Autoindustrie muss der Politik die Notwendigkeit von E-Fuels zur Erreichung der Klimaziele klarmachen. Das sagte Ex-Schaeffler-Vorstand Peter Gutzmer auf der MTZ-Tagung "Der Antrieb von morgen".

Bei der Podiumsdiskussion der MTZ-Fachtagung "Der Antrieb von morgen" diskutierten Prof. Dr. Thomas Garbe (VW), Prof. Dr. Peter Gutzmer (FVV), Prof. Dr. Jochen Schröder (Schaeffler) und Jürgen Jablonski (Audi, von links) gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Pischinger (FEV), Dr. Alexander Heintzel (Chefredakteur ATZ/MTZ) und Dr. Johannes Liebl (Herausgeber ATZ/MTZ) über Antriebstechnologien und Klimaziele. 

Die Autoindustrie muss die Politik stärker als bisher davon überzeugen, dass die europäischen Klimaziele nur dann erreichbar sind, wenn auch der CO2-Ausstoß der Autos im Bestand über synthetische Kraftstoffe gesenkt wird, meint der frühere Schaeffler-Vorstand Prof. Peter Gutzmer. "Wir müssen den Dialog mit der Politik intensivieren. Die Politik glaubt, dass diese E-Fuels nur eine Hintertür sind, um aus der E-Mobilität auszusteigen", sagte Gutzmer auf der 14. Internationalen MTZ-Fachtagung Zukunftsantriebe "Der Antrieb von morgen" in Hanau.

Laut Gutzmer werden die Klimaziele nicht einmal dann erreicht, wenn das Ziel der Bundesregierung erreicht wird, bis 2030 zehn Millionen Elektroautos und Plug-in-Hybride auf die Straße zu bringen. "Dadurch werden wir rund 22 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Um das Klimaziel des Verkehrsbereichs zu erreichen, müssen wir bis 2030 die Emissionen jedoch um 80 Millionen Tonnen CO2 reduzieren."

FVV-Chef will stärker den Dialog mit der Bundesregierung suchen

Das sei nur zu schaffen, wenn die dann noch fahrenden 37 Millionen Diesel- und Otto-Fahrzeuge ihren CO2-Ausstoß absenken. Als Vorsitzender der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen FVV und Mitglied der Nationalen Plattform Mobilität will Gutzmer deshalb stärker den Dialog mit der Bundesregierung und Umweltverbänden suchen. Deutschland müsse endlich massiv in die Produktion von E-Fuels einsteigen. Nur wenn der CO2-Ausstoß der Benziner und Diesel durch synthetische Kraftstoffe, die mit Hilfe erneuerbarer Energien erzeugt werden, gesenkt wird, könne das Klimaziel erreicht werden.

Der CEO des Motoren- und Antriebsentwickler FEV, Prof. Stefan Pischinger, sagte bei der Podiumsdiskussion der ATZlive-Veranstaltung in Hanau, die deutsche Autoindustrie sollte sich nicht überwiegend auf das Elektroauto konzentrieren. "Wer sich auf E-Autos konzentriert, verliert automatisch Märkte wie Afrika oder auch Teile von China", warnte Pischinger. Auch in China würden weiterhin Motoren entwickelt, Teile des Landes seien für Elektromobilität nicht erschlossen. Außerdem werde das Elektroauto in China längst kritischer beurteilt, seit auch die überwiegend auf Kohle basierende Energieerzeugung in die CO2-Bilanz mit einbezogen werde. "Die Chinesen sind auf jeden Fall technologieoffener", stellte Pischinger fest.

Mangelhafte Zusammenarbeit im politischen Bereich

Gutzmer verwies diesbezüglich auf eine mangelhafte Zusammenarbeit im politischen Bereich, wenn es um die definierten Ziele wie Ladeinfrastruktur für E-Mobilität geht: "Wir bräuchten 30.000 Ladestellen jedes Jahr bis 2030, das sind jährlich so viele, wie wir in den vergangenen fünf Jahren gebaut haben." Auch bei der Infrastruktur für wasserstoffbasierte Antriebe sieht es laut Gutzmer nicht gut aus.

Prof. Dr. Thomas Garbe, Unterabteilungsleiter Energieträger bei der Volkswagen AG knüpfte thematisch auch an die Keynote-Präsentation von Dr. Jochen Schröder von Schaeffler an: "Wir müssen uns auf eine bestimmte Anzahl von Techniken konzentrieren. Das ist das Elektroauto, der Verbrennungsmotor, vorzugsweise mit Hybrid, und Wasserstofftechnik", sagte Garbe. "Damit der Kunde Elektrofahrzeuge auch kauft, müssen wir attraktive Fahrzeuge anbieten, die über neue Features wie etwa Connectivity verfügen."

Bei der Fachtagung "Der Antrieb von morgen" der Springer-Fachzeitschrift MTZ – Motortechnische Zeitschrift in Hanau sind 140 Experten aus der Automobilindustrie, Forschung und Entwicklung zusammengekommen, um über Antriebe der Mobilität der kommenden Jahre zu diskutieren. Die ATZlive-Veranstaltung von Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH behandelt an zwei Tagen Themen zu Antrieben für batterieelektrische Fahrzeuge, Hybridantriebe, Brennstoffzellenantriebe und Methodik in der Systementwicklung.

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