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Der Antrieb von morgen 2022

Ort und Termin stehen noch nicht fest


Rückblick 2021


Der Antrieb von Morgen 2021

GEMEINSAM MIT Grid Integration + Electrified Mobility

In Systemen denken

27.01.2021 – 28.01.2021 – Virtuelle Konferenz via Live-Stream

 

In Systemen denken


Schwerpunktthemen

ANTRIEBS­SYSTEME
Technologieoffen entwickeln

LIFECYCLE-­ANALYSE
Nachhaltige Entscheidungen treffen

ENTWICKLUNGS­PROZESSE
Effizient und treffsicher entwickeln


Keynote-Vorträge

Dr. Norbert Alt
FEV Europe GmbH, Deutschland

Franco Bellillo
Beijing Electric Vehicle Co. Ltd., China

Dirk Braun
BridgingIT GmbH, Deutschland

Manfred Homm
Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG, Deutschland


Podiumsdiskussion

Sektorkopplung und Wettbewerb der Technologien als Schlüssel zum Erfolg?

Dr. Ralf Burgdorf
BridgingIT GmbH, Deutschland

Prof. Dr. Uwe Dieter Grebe
AVL List GmbH, Österreich

Dr. Peter Mertens
Automotive Industry Veteran, Investor Circunomics GmbH, Deutschland

Xaver Pfab
BMW Group, Deutschland

Dr. Peter Sauermann
BP Europa SE, Deutschland

 

Veranstaltungsprogramm 2021 zum Download

Autor: Alexander Heitzel

Bericht von der Fachkonferenz "Antrieb von morgen 2021"


 

Das Beste aus beiden Antriebswelten

Zum ersten Mal finden derzeit die beiden ATZlive-Konferenzen "Der Antrieb von morgen" sowie "Grid Integration & Electrifierd Mobility" zur selben Zeit statt – rein virtuell. Dabei wird klar: Es braucht ein "sowohl als auch" im Antriebsstrang, um die CO2-Problematik schnell und nachhaltig in den Griff zu bekommen. Und es ist noch viel zu tun in Punkto Kundenzufriedenheit bei der E-Mobilität.

Ziel der parallel stattfindenden Konferenzen ist es, die Synergien dieser eng korrespondierenden Bereiche zwischen den trotz Corona-Zeiten mehr als 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Erdteilen bestmöglich zu heben.

In einer gemeinsamen Keynote-Session zum Start der Konferenz konstatierte Manfred Homm (Schaeffler) zum Auftakt, dass es unbedingt notwendig sei, bis 2035 CO2-Neutralität zu erreichen. Daher führe an einer weitgehenden Elektrifizierung kein Weg vorbei. Europa erzeuge genügend nachhaltige Energie, um den Bedarf zu decken. "Wir haben aber die großen Schwankungen zwischen den Jahreszeiten heute noch nicht im Griff", so Homm. Neben dem Ausbau der Netze würden auch intelligente Speichermöglichkeiten benötigt. Bezogen auf den Wirkungsgrad seien synthetische Kraftstoffe allein nicht die Lösung. Ein hoher Wirkungsgrad müsse zwingend beibehalten werden. Das größte Potenzial, so der Senior Vice President R&D Powertrain & E-Mobility, habe neben dem batterieelektrischen Antrieb der Plug-in-Hybrid. Aber auch Verbrennungsmotoren im Verbund mit synthetischen Kraftstoffen und Wasserstoff-Brennstoffzellen seien insbesondere bei Nutzfahrzeugen ein Weg der Zukunft.

Homm stellte ein Dedicated Hybrid Transmission (DHT) mit zwei Elektromotoren als neues Konzept vor, das aktuell gemeinsam mit einem OEM entwickelt wird. Es erreiche "einen sehr hohen Wirkungsgrad des gesamten Antriebsstrangs für Motorantrieb und E-Antrieb", so Homm. Hierzu werden zwei koaxiale Elektromotoren für ein ähnliches Layout ausgelegt, um als modularer Satz kombiniert werden zu können. Homm: "Dies ist eine ideale Kombination aus Effizienz und Komfort".

Kundenerlebnis bei E-Mobilität muss verbessert werden

Aktuell sehe man immer wieder Umfragen und Rankings rund um Elektromobilität, vor allem in Bezug auf die Erwartungen der Käufer an das Fahrzeug oder die Größe eines Ladenetzwerks, berichtete Dirk Braun (Bridging IT) in seiner Keynote zum Thema Ladeinfrastruktur 2.0. "Alle diese Ergebnisse sind richtig und wichtig in Bezug auf den Kauf oder zumindest die Überlegungen für den Kauf eines Elektrofahrzeuges. Was aber immer wieder vergessen wird, ist, dass etwa die Kosten für das Fahrzeug, die Schnellladefähigkeit oder auch die Anzahl der möglichen nutzbaren Ladestationen in Europa dem Käufer nur eine gefühlte Sicherheit vermitteln", so Braun.

Fahrer oder Fahrerin erführen dann im Worst Case schmerzlich, wie es sei, abseits der Autobahnen unterwegs zu sein und nicht die richtige Ladekarte oder -App dabei zu haben. Hinzu kämen oftmals eine suboptimale Datenqualität in Form von falscher Anzeige des Verfügbarkeitsstatus, der Ladeleistung oder der vorhanden Steckertypen sowie die teilweise komplizierten Abläufe beim Ladevorgang und dessen Bezahlung. Braun: "Diese Erfahrungen im Rahmen der Customer Journey der Nutzer haben einen nennenswerten Einfluss auf die Durchsetzungskraft der Elektromobilität." Er empfahl daher dringend übergreifende Maßnahmen in Deutschland und Europa zur Verbesserung der Datenqualität, der Netzabdeckung und des Kundenerlebnisses, um der Elektromobilität in Europa nachhaltig zum Durchbruch zu verhelfen.

Kostengünstiger Antriebsstrang ist wichtiger Faktor

Einen internationalen Überblick gab Franco Bellillo (Vice President Purchasing, Beijing Electric Vehicle). Vor dem Hintergrund der Frage "Wie viel Motorleistung brauchen wir in Zukunft?" erläuterte er am Beispiel von Tesla-Modellen den rapiden Reichweitenverlust bei zunehmender Geschwindigkeit. "Außerdem", so Bellillo, "beträgt die Dauerleistung nur etwa 50 Prozent der Nennleistung". Er hinterfragte, ob zukünftige Fahrzeuge auch weiterhin die heutigen Leistungsstärken anbieten. Denn zum einen führten Sicherheits- und Umweltvorschriften zu weiteren Geschwindigkeitsvorschriften. Zudem würde die Notwendigkeit des Besitzes eines Fahrzeugs, insbesondere in städtischen Gebieten, weiter reduziert und global die Urbanisierung voranschreiten. Bellillo: "Ist es zukünftig günstiger, kein Fahrzeug zu besitzen?" Nicht ganz so einfach sei aufgrund der Vielzahl der Parameter eine Einschätzung der Trends außerhalb urbaner Ballungsräume, wo das eigene Fahrzeug auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werde. Daher beschränkte er sich auf urbane Mobilität und konstatierte: "mit zunehmendem Ride-Hailing und wachsendem autonomen Service wird der Bedarf von Strom dramatisch sinken" und gleichzeitig der Wunsch ein eigenes Fahrzeug zu besitzen. Mehr Strom brächte daher keinen Kundennutzen. Vielmehr werde ein reibungsloser und kostengünstiger Antrieb wichtiger. Für Ride-Hailing-Unternehmen seien Antriebsstrang und Batterien entscheidende Kostenfaktoren. Bellillo: "Zuverlässigkeit und niedrige Betriebskosten werden zum Ziel Nummer eins."

Fachvorträge und Diskussionen an zwei Tagen

An den beiden Konferenztagen stehen vor allem die Herausforderungen der Klimaziele für die Mobilität und effiziente technische Lösungen für den Verkehr auf der Agenda. Fachvorträge und Diskussionen zu Life Cycle Assessment für beiden Tagungsstränge, Emissionen und Entwicklungsprozesse, elektrifizierte Antriebe sowie Brennstoffzellen-Antriebe auf der einen Seite sowie Ladeinfrastruktur und das Laden aus Kundensicht, Recht und Regulierung und Batterietechnologie im Teil Grid Integration & Electrified Mobility füllen die Tagungen mit hochwertigen Beiträgen zahlreicher Referenten. Höhepunkt am ersten Konferenztag ist die Podiumsdiskussion zur Fragestellung: "Sektorkopplung der Technologien als Schlüssel zum Erfolg".

Die Covid-19-Pandemie macht eine herkömmliche Fachkonferenz als Präsenzveranstaltung derzeit unmöglich. Damit der für die Automobilindustrie wichtige fachliche Austausch dennoch stattfinden kann, finden die beiden Tagungen "Der Antrieb von morgen 2021" und "Grid Integration & Electrified Mobility" gemeinsam und rein virtuell statt.

 

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