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Netzintegration der Elektromobilität 2019

Termin steht noch nicht fest – Deutschland

Kooperationspartner

Netzintegration der Elektromobilität 2018



Wege zusammenführen
3. Internationale ATZ-Fachtagung 

05. und 06. Juni 2018  | Berlin | Deutschland 

Wege zusammenführen


Schwerpunktthemen

NETZ- UND LADEINFRASTRUKTUR

RAHMENBEDINGUNGEN UND STANDARDISIERUNG

MÄRKTE UND ANWENDUNGEN

SPEICHERTECHNOLOGIE


Keynote-Vorträge

Prof. Dr. Hans-Martin Henning
Fraunhofer-Institut

Dr. Michael Stephan
DIN e.V.

Peter Kellendonk
EEBus Initiative e.V., Deutschland 

Asmus Schütt
Verband der Regionen e.V.


PODIUMSDISKUSSION

Scheitert die Elektromobilität an den Stromnetzen?

Teilnehmer:

Klaus Baumgärtner,
BridgingIT GmbH
Alexander Kleemann, BMWi
Dr. Markus Obergünner, E.ON SE
Xaver Pfab, BMW Group
Dr. Stephanie Ropenus,
Agora Energiewende

Autor: Christiane Köllner

 

Henning: "Die Sektorkopplung ist essenziell"

Für einen erfolgreichen Hochlauf der Elektromobilität muss auch die Energieversorgung der E-Autos passen. Wie der aktuelle Stand bei der Netzintegration der E-Mobilität ist, diskutieren Branchenkenner in Berlin.

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf. "Ein Durchbruch ist aber erst zu erwarten, wenn die Produkte und die Infrastruktur perfekt zusammenspielen. Und genau darum geht es in unserer Tagung". Mit diesen Worten hat Dr. Johannes Liebl, Herausgeber ATZ, MTZ und ATZelektronik, zusammen mit Xaver Pfab, BMW, die internationale ATZ-Fachtagung "Netzintegration der Elektromobilität" 2018 vor fast 100 Teilnehmern eröffnet. "Um dieses Zusammenspiel weiter zu optimieren, versuchen wir die Branchen zusammenzubringen – Automobilhersteller, Energieversorger, Datendienste und Politiker", so Liebl über das Ziel der Tagung, die zum dritten Mal in Kooperation mit BMW i und BridgingIT stattfindet. Entscheidend dabei seien unter anderem folgende Fragestellungen: Wie sind die Stromübertragungsnetze ausgelegt? Können Spitzenlastsituationen abgedeckt werden? Gibt es einen Gesamtplan, der alle Wirkzusammenhänge von der Energieerzeugung bis hin zur Ladesäule berücksichtigt und aus dem die notwendigen Investitionen abgeleitet werden können?

Mit der Beantwortung dieser Fragen hat sich Professor Dr. Hans-Martin Henning, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, in seiner Eröffnungskeynote befasst. In seinem Vortrag betont er, dass aus technischer Sicht nichts gegen die Transformation des Energiesystems spreche. Alle Fragen der Systemstabilität scheinen lösbar, was nicht heiße, dass nicht noch viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten sei, so Henning. Jedoch entstehe ein steigender Strombedarf. Grund dafür sei, dass die Dekarbonisierung von Sektoren wie Wärme und Mobilität, die heute von der Nutzung fossiler Energieträger dominiert werden, nur durch höhere Stromanteile ("Sektorkopplung") in diesen Sektoren realisiert werden könnten. Für Deutschland könnte dies zu einem Anstieg des Nettostromverbrauchs von heute etwa 500 TWh auf 750 bis 1000 TWh im Jahr 2050 führen, abhängig von den jeweiligen Randbedingungen. Strom werde zum wichtigsten Energieträger; Photovoltaik und Wind zu den dominierenden Stromquellen, erklärt der Wissenschaftler. "Die Sektorkopplung ist essenziell, ohne diese wird es nicht gelingen", so Henning.

Elektromobilität braucht Standardisierung

Auch ohne Normen wird es nicht gehen. "Elektromobilität braucht Standardisierung und Spezifikationen", macht Dr. Michael Stephan, Geschäftsführer Normung und Standardisierung, DIN, in seinem Vortrag deutlich. Sie seien notwendig, um die Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit sowie unnötige Varianten und Kosten zu reduzieren. Die DIN sehe sich dabei als Ansprechpartner und nationale Kontaktstelle für alle Anfragen zum Thema Elektromobilität.

Wie sich die Situation in puncto Normung in der Elektromobilität in China darstellt, erklärt Dr. Sabrina Weithmann, Beraterin bei Weithmann & Partner. So sei das chinesische Normungsengagement auf nationaler und internationaler Ebene in den letzten Jahren immer aktiver geworden. Das Normungssystem befände sich aber noch im Umbruch und die Sektoren entwickelten sich uneinheitlich in Tempo und Reichweite. Weithmann kommt zu dem Schluss, dass es für etablierte Branchenakteure und Normungsführer daher von noch größerem Interesse sein sollte, in Normungsangelegenheiten mit China tätig zu werden, um gegenseitig von Chinas Wandel zu profitieren.

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