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Sustainability in Automotive 2023

Termin steht noch nicht fest

Sustainability in Automotive 2022


Concepts – Production – Supply Chain – Business Models

2. Internationale ATZ-Digitalkonferenz Nachhaltigkeit

01.12.2022 – Virtuell an Ihrem Arbeitsplatz

Im Mittelpunkt stehen folgende Themen


Importance of sustainability in the automotive industry


Exemplary sustainability projects


Development steps in construction and production

Autoren: Christiane Köllner, Sven Eisenkrämer

Live-Ticker von der 2. Internationalen ATZ-Digitalkonferenz Nachhaltigkeit

 



Die Automobilbranche nimmt Nachhaltigkeit in den Fokus

Zum zweiten Mal diskutieren an diesem Donnerstag Experten nachhaltige Projekte in der Automobilbranche bei der ATZ-Digitalkonferenz "Sustainability in Automotive". Ausgewählte Inhalte der Konferenz haben wir hier zusammengestellt.

2. Digitalkonferenz Sustainability in Automotive

Natürliche Ressourcen werden knapper, nachhaltiges Wirtschaften in allen Bereichen wichtiger. In der Automobilindustrie bedeutet dies zum einen, dass Fahrzeuge mit nachhaltig erzeugten Energieträgern betrieben, und zum anderen, dass Komponenten und Werkstoffe klimaschonend und umweltgerecht produziert sowie rezykliert werden. In der virtuellen ATZlive-Konferenz Sustainability in Automotive 2022 werden die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen "Concepts – Production – Supply Chain – Business Models" vorgestellt und die nächsten Schritte diskutiert. Das Wiesbadener Online-Team Springer Professional bündelt ausgewählte Inhalte der 2. Internationalen ATZ-Digitalkonferenz Nachhaltigkeit im Artikel. (chk)

Transparente Batterie-Lieferketten

Sustainability and Resilience for the EV Battery Supply Chain, Dr. Philipp Seidel, Arthur D. Little: Die Nachhaltigkeit der Produktion von Elektroauto-Batterien vom Abbau bis zum Ende der Lebensdauer von Batterien ist das Thema dieses Vortrags. Batterien seien die Technologie, die derzeit am besten verfügbar sei, um Energie für Mobilität möglichst effizient zu speichern. Allerdings seien Batterien eben nicht per se umweltfreundlich. In einer Analyse hat das Beratungsunternehmen Arthur D. Little die wichtigsten Probleme bei der Batterie-Lieferkette identifiziert. Die Nachhaltigkeit von EV-Batterien fängt an bei der Wahl der Größe, des Formats, der Chemie und der Materialien und hört bei der Demontage und dem Recycling auf. Unternehmen entlang der Lieferkette sollten sich auf eine erforderliche Flexibilität vorbereiten, um sich verändernde Rahmenbedingungen abzufangen. Ebenso wird nur ein geschlossener Kreislauf von Batteriematerialien echte Nachhaltigkeit ermöglichen. Seidel fordert mehr Transparenz und ein ganzheitliches Verständnis für die Batterie-Lieferkette, um die Umweltfreundlichkeit von Traktionsbatterien verbessern zu können. (sve)

Sekundärmaterialien sind ein Schlüsselelement

Thinking about the Whole Life Cycle at the Very Beginning of Vehicle Development, Dr. Martin Kunst, Head of Metal Materials, BMW Group: Im zweiten Vortrag referiert Martin Kunst darüber, warum Nachhaltigkeit im Mittelpunkt der Strategie von BMW steht und wie sie alle relevanten Aspekte, von der Lieferkette über die Produktion bis zum Produktlebenszyklus umfasst. Die BMW Group habe sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und schließlich Klimaneutralität zu erreichen. Die Verwendung von Materialien mit einem niedrigen CO2-Fußabdruck sei ein Schlüsselelement zur Erreichung dieser Ziele. Die Produktion von Automobilwerkstoffen wie Aluminium, Stahl und Kunststoffen sind laut Kunst nämlich für fast zwei Drittel der CO2e-Emissionen in der Lieferkette eines mittelgroßen batterieelektrischen Fahrzeugs verantwortlich. Sekundärmaterialien spielten eine wichtige Rolle bei der Reduzierung dieser Emissionen. So könne beispielsweise Sekundäraluminium die CO2e-Emissionen in der Lieferkette im Vergleich zu Primäraluminium um den Faktor 4 bis 6 verringern. Ein BMW iX trage zum Beispiel rund 60 kg recyceltes Plastik in sich. Um recycelte Materialien im Kreislauf zu halten und die Verfügbarkeit von hochwertigen Sekundärmaterialien zu erhöhen, bette BMW die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft und Kreislaufwirtschaft in den Entwicklungsprozess ein und unterstützte die Entwicklung von optimierten Materialverarbeitungsprozessen bei seinen Zulieferern. (sve) 

Optimierte Ökobilanz von Fahrzeugteppichen in BEVs

Philippe Godano und Dr. Laura Gottardo von Autoneum Management gehen in ihrem Vortrag Using LCA to Optimize the Sustainability of BEV Main Floor Carpets auf die Nachhaltigkeit von Fahrzeugteppichsystemen ein. So könne der Hauptbodenteppich eines Fahrzeugs getuftet oder aus Nadelvlies mit verschiedenen Unterlagsmaterialien wie Baumwolle, Polyesterfilz oder Polyurethanschaum hergestellt werden – abhängig vom gewählten Akustikkonzept. Die Ökobilanz einer einzelnen Komponente ermögliche den Vergleich der potenziellen verschiedenen Technologien und schließlich die Entwicklung eines leistungs- und nachhaltigkeitsoptimierten Produkts, das den spezifischen Anforderungen von BEVs gerecht werden soll. Dabei werde der CO2e-Fußabdruck hauptsächlich durch die Wahl der Materialien bestimmt, die Auswirkungen der Logistik seien nahezu vernachlässigbar. Insbesondere Polyester sei ein sehr vielseitiges Material, das in großen Mengen sowohl als jungfräuliches Material als auch als Recyclingmaterial erhältlich sei. Es sei mit Recyclingverfahren kompatibel, was wiederum Abfall verringere und die Materialversorgung sicherstelle. Monomaterial-Teppichlösungen würden zudem die Nachhaltigkeit verbessern. (chk)

Das Fahrzeug als Summe modularer Teile

Wie können Fahrzeuge nachhaltiger werden? Dr. Stefan Caba, Head of Innovation Field Sustainable Vehicle Development bei Edag Engineering, stellt in seinem Vortrag Modular Structures for Reuse die Idee vor, Fahrzeugkomponenten wiederzuverwenden beziehungsweise Gebrauchtteile wiederaufzubereiten, um einen zirkulären Produktlebenszyklus zu schaffen. Fahrzeuge müssten jedoch für diesen Zweck eigens konstruiert werden. Das heißt, nicht nur die Montage, sondern auch die Demontage müsse geplant werden. Hier sei das lösbare Fügen ein Schlüsselfaktor. Insbesondere die verlängerte Lebensdauer von Teilen verändere die Materialauswahl hin zu langlebigeren Lösungen, zum Beispiel hin zu kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen. In diesem Kontext sollten Fahrzeuge als eine Summe modularer Teile betrachtet werden. Modulare Fahrzeuge könnten eine deutliche Emissionsreduzierung bieten, da sie nach einem ersten Lebenszyklus auch für andere Anwendungsfälle genutzt werden könnten. (chk) 

Berührungslose Schichtdickenmessung verbessert Nachhaltigkeit

Torsten Schwarz, Senior Sales & Key Account Manager bei Coatmaster, erklärt im Vortrag Non-contact Coating Thickness Measurement for Sustainable Use of Resources, dass circa 80 % der Automobilbauteile beschichtet werden, um bestimmte dekorative oder funktionale Eigenschaften zu erreichen. Diese Eigenschaften ließen sich aber nur dann erzielen, wenn die nötige Schichtdicke eingehalten werde. Daher sei die Messung der Schichtdicke während der Produktion mit der erforderlichen Genauigkeit unerlässlich. Zu viel aufgetragenes Material bedeute Abfall und verursache neben einem höheren Materialverbrauch auch unnötige Kosten. Eine zu geringe Schichtdicke könne zu einem früheren Ausfall des Bauteils führen. Schwarz erklärt in seinem Vortag, wie sich durch den Einsatz von Coatmaster-Schichtdickenmessgeräten die Nachhaltigkeit positiv beeinflussen lässt. Ziel für mehr Nachhaltigkeit sei letztendlich, die Produktionsprozesse für Automobilkomponenten zu optimieren sowie Ausschuss und Nacharbeit zu minimieren. (chk) 

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