Motorenkongress 2026
13. Internationaler Motorenkongress 2026
Treffpunkt der Community für Antriebe und nachhaltige Kraftstoffe
24.02.2026 – 25.02.2026 – Baden-Baden, DE oder via Live-Stream
Pkw – Nfz – Kraftstoffe
Schwerpunktthemen
Globale Strategien für den Antriebsmix der Zukunft
CO2-neutrale Verbrennungsmotoren im internationalen Wettbewerb
Aus dem Rennsport in die Serienproduktion
Neue Antriebssysteme und Komponenten für Nutzfahrzeuge
Entwicklung, Produktion und Regulierung nachhaltiger Kraftstoffe
Potenziale in der Kreislaufwirtschaft
Große Podiumsdiskussion
Die Bedeutung des Verbrennungsmotors für Volkswirtschaft und Klimaschutz
Diskussionsrunde mit Frank Sell, Robert Bosch GmbH, Deutschland
Europas Arbeitsplätze im Fokus
Panel-Diskussion im Vortragsstrang “Nachhaltige Kraftstoffe & Energie”
Status / Erfahrungsbericht der Nachweisführung erneuerbarer Kraftstoffe im Praxiseinsatz
Posterpräsentationen im Ausstellungsbereich
HAW Hamburg
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Leibniz-Institut für Katalyse e. V. (LIKAT)
RWTH Aachen University
TU Bergakademie Freiberg
TU Dresden
TU München
alle Deutschland
Top-Redner
Prof. Dr. Christian Beidl
TU Darmstadt, Deutschland
Shena Britzen
Rheinmetall AG, Deutschland
Timothy D'Herde
Toyota Motor Europe NV, Belgien
Markus Döhn
DHL Group, Deutschland
Dr. Gerhard Holy
AVL List GmbH, Österreich
Dr. Martin Hrdlička
Škoda Auto a.s., Tschechische Republik
Prof. Dr. Thomas Koch
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Deutschland
William Lamb
Cummins Ltd., Großbritannien
Rajendra Petkar
Tata Motors Limited, Indien
Frank Sell
Robert Bosch GmbH, Deutschland
Marc Sens
IAV GmbH, Deutschland
Kazuya Tsurumi
HORIBA Co. Ltd., Japan
Dr. Benedikt Wolfers
Posser Spieth Wolfers & Partners, Deutschland
Eric Woydte
Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA), Deutschland
Autorin: Christiane Köllner
Nachricht vom 13. Internationalen Motorenkongress 2026
"Defossil mit Stil": der Verbrennungsmotor im Spannungsfeld
Mut zu einem technologieoffenen Ansatz, der auch nicht-fossile Kraftstoffe und Verbrennungsmotoren berücksichtigt: Warum es auf eine ganzheitliche Bewertung ankommt, diskutieren Experten auf dem Motorenkongress.
Wie wird sich der Wandel der Mobilität gestalten? Mit diesen Worten hat Dr. Alexander Heintzel, Leiter des Kongresses und Chefredakteur der ATZ | MTZ-Gruppe, den 13. Internationalen Motorenkongress 2026 in Baden-Baden eröffnet, der gemeinsam mit dem VDI Wissensforum ausgerichtet wird. Auf dem Weg hin zu emissionsarmen Antrieben spiele der Verbrennungsmotor insbesondere mit synthetischen, CO2-neutralen Kraftstoffen eine zentrale Rolle, so Heintzel. Nachhaltige Mobilität müsse mit wirtschaftlicher Stabilität und technologischer Wettbewerbsfähigkeit in Einklang gebracht werden. Das sollte realistisch, technologieoffen und verantwortungsvoll geschehen. "Defossil mit Stil", fasst es Heintzel zusammen.
Massiver Stellenabbau in der Zulieferindustrie
Um soziale Verantwortung geht es insbesondere in Frank Sells Keynote-Vortrag. Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats Bosch Mobility spricht in seiner Videobotschaft über Europas Arbeitsplätze. Er vertritt 80.000 Beschäftigte in Deutschland. Angesichts der umfassenden Transformation in der Automobilbranche stellt Sell klar, dass dieser Wandel "sozial, ökologisch und ökonomisch sein" müsse. Jedoch hätte die Transformation an vielen Stellen ihre Versprechen gebrochen, denn sie sei alles andere als sozial. "Wir haben einen massiven Stellenabbau in der Autoindustrie, wie wir ihn noch nie erlebt haben, der schon disruptive Ansätze hat", so Sell. Alleine Bosch habe angekündigt, insgesamt 22.000 Arbeitsplätze abzubauen. Gerade den Zulieferern gehe es schlecht. Dabei seien sie in Europa für 75 % der Wertschöpfung im Automobilbau verantwortlich. Sie werden laut Sell extrem von chinesischen Zulieferern bedroht. Daher fordert der Arbeitnehmervertreter Local-Content-Regelungen in Brüssel, die den Zulieferern helfen könnten, ihre Arbeitsplätze vor "chinesischer Unterwanderung" zu schützen. Sell plädiert auch für ein neues Zusammenarbeitsmodell zwischen OEMs und Zulieferern.
Ferner spricht sich Sell für technologische Vielfalt aus – statt einer "One-Fits-All"-Lösung sollte es eine offene Antriebswelt geben. Bosch gehe davon aus, dass es im Jahr 2035 ein Drittel E-Fahrzeuge, ein Drittel Hybride und ein Drittel Benzinantriebe auf dem Weltmarkt geben werde. Vor diesem Hintergrund appelliert Sell an die Branche, mit "Entweder-oder"-Debatten aufzuhören. Stattdessen müsse es um ein "Sowohl als auch" gehen, um die Technologieführerschaft im Wandel zu behalten und auszubauen sowie das Systemverständnis der hiesigen Automotive-Branche zu bewahren.
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