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8. Internationaler Motorenkongress 2021

23.02.2021 – 24.02.2021 – Baden-Baden, Deutschland

7. Internationaler Motorenkongress 2020

Treffpunkt der Verbrennungsmotoren-Community

18.2. und 19.2.2020 – Baden-Baden, Deutschland

Pkw – Nfz – Kraftstoffe


Schwerpunktthemen

  • Klimaschutz: Vorgaben, Technik, Volkswirtschaft, M.rkte, Lifecycle
  • Otto-, Diesel- und Gasmotoren: Optimierung Wirkungsgrade, Elektrifizierung, CO2-Reduzierung
  • Emissionen: Ausblick EU7, Realemissionen, Lösungsansätze
  • Synthetische CO2-neutrale Kraftstoffe, Wasserstoff: Wirkungsgrade, Herstellung, Applikation, Kosten

Podiumsdiskussion

Künftige Mobilität und umweltpolitische Ziele – Welchen Platz nimmt der Verbrennungsmotor ein?

Teilnehmer:

Dr. David Bothe
Frontier Economics Limited

Karl Dums
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Prof. Dr. Uwe Dieter Grebe
AVL List GmbH, Österreich

Dr. Thomas Hametner
Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touringclub (ÖAMTC)

Gregor Petrowitsch
Fridays for Future Graz, Österreich


Top-Redner

Prof. Dr. Christian Beidl
TU Darmstadt

Dr. Martin Berger
MAHLE Powertrain GmbH

Dr. David Bothe
Frontier Economics Limited

Dr. Matthias Brendel
AUDI AG

Rolf Heinrich Dreisbach
AVL List GmbH, Österreich

Dr. Günter Fraidl
AVL List GmbH, Österreich

Prof. Norimasa Iida
Keio University

Markus Maly
OMV Refining & Marketing GmbH, Österreich

Dr. Peter Sauermann
BP Europa SE

Dr. Thomas Schlick
Roland Berger GmbH

Veranstaltungsprogramm 2020 zum Download

Autor: Marc Ziegler

Bericht vom der 7. Internationalen Motorenkongress 2020

Jeder Antrieb kann klimaneutral sein

Wie kann die Mobilität der Zukunft technologieoffen gestaltet werden? Das ist eine der Fragen auf dem 7. Internationalen Motorenkongress 2020, der sich mit zukünftigen Antriebslösungen für Pkw und Lkw beschäftigt.

Die Keynote-Session hat mit Markus Maly von OMV ein Vertreter der kraftstoffproduzierenden Industrie eröffnet. Maly hob hervor, dass die Anrechnungssicherheit für E-Fuels noch nicht gegeben ist, weshalb die Produktion von CO2-neutralen Kraftstoffen auch wirtschaftlich nicht interessant sei. Es stünde dabei nicht infrage, dass diese Kraftstoffe zukünftig nötig sein werden. Auch spricht Maly an, dass es auf Länderebene sehr flexible Ansätze gibt, wie Umweltziele implementiert werden können. Besonders für Produzenten von chemischen Energiespeichern entstünden dadurch Probleme, da eine Planungssicherheit kaum gegeben sei. Er plädiert daher dringend dafür, CO2-neutrale Kraftstoffe klar in den gültigen Regularien zu verankern und sowohl steuerlich als auch durch Investitionen zu fördern. Auch müsse die politische Diskussion wieder technischer geführt werden.

Dr. Günther Fraidl von der AVL List GmbH führte in seinem Beitrag aus, dass die Diskussion um die CO2-Ziele eher idealistisch und populistisch statt realistisch geführt werde. Hinsichtlich einer klimarelevanten CO2-Reduzierung nehme nicht die Antriebstechnologie, sondern vor allem die Energiebereitstellung eine zentrale Rolle ein. Ein breiter Technologiemix sei daher nötig, um die Potenziale der einzelnen Lösungen zu nutzen. Fraidl plädierte daher eindringlich für Technologieoffenheit und eine Systembetrachtung unter Zuhilfenahme der Lebenszyklusanalyse, um eine effektive Mobilität der Zukunft unter Nachhaltigkeitsaspekten sinnvoll darstellen zu können. Eine effiziente Gesamtlösung erlaube daher keine Konzentration auf nur einen Energieträger und eine Antriebstechnologie.

Effektiver Klimaschutz nur über Sektorkopplung

Den volkswirtschaftlichen Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Mobilität stellte Dr. David Bothe heraus. Nach den Analysen der Frontier Economics Limited können einzelne Sektorziele das globale Klimaproblem keinesfalls lösen, da ihr Einfluss auf die Gesamtemission deutlich zu gering sei. Nur eine globale Sektorkopplung könne einen nennenswerten Effekt erzeugen und auch das nur dann, wenn eine Lebenszyklusanalyse alle tatsächlichen Einflussfaktoren von der Rohstoffförderung bis zur Wiederverwertung in die Berechnung einbezogen werde. So müsse beispielsweise auch betrachtet werden, inwieweit CO2-Reduktionen in der Produktion auf eine Verlagerung von Produktionsstätten in andere geografische Regionen zurückzuführen seine, was wiederum ein erhöhtes Transportaufkommen und damit eine ungünstigere Klimabilanz des Verkehrs nach sich ziehe. 

Nach Bothe haben den Analysen zufolge in einer ganzheitlichen Betrachtung alle momentan diskutierten Technologien das Potenzial zur Klimaneutralität, allerdings werde derzeit nur selten die Infrastruktur und deren nötiger Ausbau in die Berechnungen miteinbezogen. CO2 müsse, um effektive Problemlösungen einzuführen, nicht kurzfristig eingespart werden, man müsse die Emission viel eher als Investitionsgut mit einem festen Budget betrachten. So wäre es möglich, verschiedene Maßnahmen auf ihren langfristigen Klimaeffekt hin einzuschätzen um dann effektive langfristige und auch wirtschaftlich beständige Ergebnisse im Klimaschutz zu implementieren.

Zum Internationalen Motorenkongress

Der Internationale Motorenkongress wird seit 2014 von ATZlive und dem VDI Wissensforum in Baden Baden veranstaltet. Der Kongress beschäftigt sich mit Antriebslösungen für Pkw und Lkw sowie mit den nötigen Kraftstoffen. 30 Vorträge in drei Strängen bieten den 320 Teilnehmern an den beiden Veranstaltungstagen am 18. und 19. Februar Einblicke in die jüngsten Entwicklungen. In der begleitenden Fachausstellung präsentieren sich 22 Aussteller. Hauptsponsor 2020 ist Keyou.

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