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Heavy-Duty-, On- und Off-Highway-Motoren 2020

10.11.2020 – 11.11.2020 – Deutschland

Kooperationspartner

Heavy-Duty-, On- und Off-Highway-Motoren 2019

14. Internationale MTZ-Fachtagung Großmotoren

26.11.2019 – 27.11.2019 – Friedrichshafen, Deutschland

Herausforderung: CO2-Grenzwerte


Schwerpunktthemen

NEUE DIESEL-, GAS- UND DUAL-FUEL-MOTOREN
Neue Großmotoren, Komponenten
und Konzepte

SCHADSTOFFEMISSIONEN
Neue Konzepte und Lösungen

REDUKTION DER CO2-EMISSIONEN
Gesetzliche Anforderungen 
und Lösungswege


Keynote-Vorträge

Dr. Heinz-Jürgen Bücher
IKB Deutsche Industriebank AG

Senior Executive
Ricardo UK Ltd

Dr. Achim Schaadt
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE)

 

 


Am Nachmittag des
1. Veranstaltungstages

Besuch bei Rolls-Royce Power
Systems mit Besichtigung des
neuen MTU-Microgrids

Veranstaltungsprogramm 2019 zum Download

Nutzfahrzeug-Branche sucht nach Lösungen zur Dekarbonisierung

Autor:  Marc Ziegler
 

Im Fokus der Diskussionen der diesjährigen ATZlive-Konferenz Heavy-Duty, On- und Off-Highway Motoren steht vor allem die Senkung von Treibhausgas-Emissionen. Sind synthetische Kraftstoffe hier die Antwort?

Auf der ATZlive-Konferenz Heavy-Duty, On- und Off-Highway Motoren in Friedrichshafen am Bodensee diskutieren über 190 Teilnehmer und 22 Aussteller über die Herausforderungen, die auf den Transportsektor und die Landwirtschaft in den nächsten Jahren zukommen. Im Fokus der Diskussionen steht vor allem die Senkung von Treibhausgas (GHG)-Emissionen. Synthetische Kraftstoffe scheinen hier ein nötiges Mittel, um die im Pariser Abkommen vereinbarten Ziele zu erreichen.

Wirtschaftlich schwierige Grundsituation

Die Keynote-Session eröffnete Dr. Heinz-Jürgen Büchner von der IKB Deutsche Industriebank AG. Büchner beleuchtete eindrücklich die wirtschaftlichen Herausforderungen, die aus der schwächelnden Wirtschaft, den Brexit und Strafzöllen resultieren. Zugleich steigt aber der Bedarf vor allem im Transport, dem Bausegments und bei Agrarmaschinen enorm an, während die Emissionsvorgaben zunehmend strenger werden. Aus diesem Grund werden auch aus Sicht der Banken synthetische oder alternative Kraftstoffe immer wichtiger, allen voran LNG als emissionsarme Alternative zu Diesel und Schweröl in der Schifffahrt. Der Investitionsdruck steigt laut Büchner also deutlich an, um möglichst schnell einen relevanten Technologiemix darzustellen.

Elektrifizierung nur in Teilen möglich

Dr. Simon Edwards gab einen Ausblick auf das zukünftige Motoren-Portfolio von Ricardo im Jahr 2035. Während seit 1985 bis heute die Diversität im Angebot deutlich abgenommen hat, sanken auch die CO2-Emissionen der Motoren um 60 Prozent. Absolut müsste der Gesamtausstoß an Klimagasen aber wieder auf das Niveau von 1985 gesenkt werden. Hierbei sieht Edwards verschiedene Möglichkeiten, neben Weiterentwicklung bestehender Aggregate wäre vor allem die Umstellung auf Gasmotoren denkbar. 

Während kleine Nutzfahrzeuge perspektivisch vollständig elektrifiziert werden könnten, wäre etwa die Hälfte des Medium-Duty-Fahrzeuge Zero-Carbon-fähig. Bei schweren Nutzfahrzeugen sinkt der Prozentsatz dramatisch. Um hier relevante Einsparungen darstellen zu können, böte sich eine Teilelektrifizierung von Maschine und Anhänger bei gleichzeitigem Einsatz kleinerer, mit synthetischen Kraftstoffen betriebener Motoren an.

Methanol als alternativer Kraftstoff

Dr. Achim Schaadt vom Fraunhofer Institut ISE gab zum Abschluss der ersten Session einen Überblick über den Entwicklungsstand von Power-to-Liquid (PtL)-basierten Kraftstoffen. Nach den Daten des Instituts befinden sich synthetische Kraftstoffe derzeit in der Systemintegrationsphase, ab 2025 wird von einer Marktreife von PtL als Produkt ausgegangen. 

Dafür nötig sind wegen des hohen Energieaufwandes aber sowohl der Import von Energie, als auch der weltweite Aufbau der Wasserstoffproduktion an sogenannten "Sweet Spots" mit möglichst vielen Sonnenstunden. Besonders Methanol erscheint hier interessant, da hier unter Einsatz von Strom und Wasserstoff aus sogenannten grünen Quellen Einsparpotenziale von bis zu 90 Prozent CO2 möglich. Pilotanlagen zur Methanolsynthese liefen derzeit in Deutschland und auf Island, hier unter Nutzung von Strom aus Geothermie. Damit wäre die Herstellung von Methanol zu Preisen von 500 Euro pro Tonne möglich.

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